Die Besichtigung des Břevnover Klosters

Die Břevnover Mönche machen den grösseren Teil des Klosters zugänglich für die Öffentlichkeit. Im Rahmen einer Führung können u.a. die romanische Krypta aus dem 11. Jahrhundert, die barocke Stiftskirche der hl. Margarete oder die Prälatur besichtigt werden.

Winter
– samstags: 10.00, 14.00
– sonntags: 11.00, 14.00

Sommer
– samstags:10.00, 14.00, 16.00
– sonntags: 11.00, 14.00, 16.00

Werktags nur Gruppenführungen nach Voranmeldung.

Die Besichtigung

Der Haupteingang und der Raum des Klosterhofes zwischen dem Eingang und der Kirche

Unterwegs von dem Tor mit der Statue des hl. Benedikt zur St. Margarethenkirche, sehen wir

— links den ehemaligen Speicher. Heutzutage gibt hier das Infozentrum und die Stelle des Bierverkaufes;
— rechts das ehemalige Wirtschaftsgebäude und die Ställe. Heutzutage gibt hier das Klosterschenke/Klášterní šenk.

Gegenüber der Kirche befindet sich das sogenante Sartorius-Konvent, heutzutage Hotel Adalbert.

Die barocke St. Margarethenkirche mit der romanischen Krypta

Tituläre Heilige des Břevnover Klosters und seiner Kirche

Die ursprüngliche Klosterkirche, wie in der Einleitung geschrieben wird, war dem hl. Benedikt geweiht. Die Mitpatrone der Kirche waren hl. Bonifatius und Alexius; wahrscheinlich zur Erinnerung des Aufenthaltes des Gründers des hl. Adlabert im römischen Kloster auf Aventin (Patrone dieses Kloster waren hl. Alexius und Bonifatius).

Hl. Alexius von Edessa († cca. 434) stammte aus der römischen Senatorfamilie. Am Vorabend seiner Hochzeit ging er ins Heiligen Land. Der syrischen Legende aus den Jahren 450—475 nach verweilte er 17 Jahre in Edessa. Von dorther kehrte er nach Rom zurück, wo er nächste 17 Jahre unter die Treppen seines Geburtshauses unbekannt lebte — hier kurz vor seinem Tod besuchte ihn selbst der Papst.

Hl. Bonifatius von Tarsus der Legende nach lebte im 4. Jh. und ist durch Märtyrertod im erhitzten Kessel voll von Pech gestorben. Begraben wurde er in den römischen Katakomben an Via Latina.

Nach dem Jahre 1045 als Patron des Klosters wurde auch der Mitgründer selbst, Bischof hl. Adalbert, verehrt. (Mehr von hl. Adalbert an der vorherigen Seiten.)

An der Wende des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts geriete die ursprüngliche Einweihung der Klosterkirche dem hl. Benedikt, Bonifatius, Alexius und Adalbert allmählich in Vergessenheit und immer mehr, vor allem dank der Wallfarten, ist die Einweihung der hl. Margarethe (Margarethe von Antiochien; eine der Vierzehn Nothelfer) populär geworden. Wie können wir in Legenda aurea lesen, die Jungfrau Margarethe lehte die Ehe mit dem Präfekten von Antiochien (in Pisidien in heutigen Türkei) ab und bekannte, dass sie Christin sei. Infolge davon wurde sie gefoltert und ins Haft genommen. Hier war sie bedroht durch den Drachen, den sie aber durch die Segnung mit dem Kreuz tötete. Kurz danach wurde sie enthauptet (wahrscheinlich in der zweiten Hälfte von 3. Jh.). Die sterbliche Überreste von hl. Margarethe schenkte dem Kloster im Jahre 1262 der ungarische König Béla IV.; heutzutage werden sie im Marienaltar auf der Südseite des Chores der Klosterkirche aufbewahrt.

Ankunft für die Besucher: während der Erklärung des tschechischen Führers können sie selbst die Kirche laut folgenden Beschreibung besichtigen.

Die St. Margarethenkirche

Die Gesimse an der Westseite werden mit den Statuen von hl. Adalbert und Fürst Boleslav II. und an der Südseite der Kirche von hl. Othmar und hl. Benedikt verziert.

Über das Presbyterium der Kirche sieht man »das Kreuz des hl. Vater Benedikt«. Zwischen den Arme des Kreuzes werden gelegt die Buchstaben C(rux) S(ancti) P(atris) B(enedicti). Auf dem vertikalem Balken des Kreuzes gibt die Buchstaben C(rux) S(ancta) S(it) M(ihi) L(ux) und auf dem horizontalen Balken N(on) D(raco) S(it) M(ihi) D(ux). Auf dem Kreisbogen um das Kreuz herum gibt die Buchstaben: V(ade) R(etro) S(atana) N(umquam) S(uade) M(ihi) V(ana) S(unt) M(ala) Q(uae) L(ibas) I(pse) V(enena) B(ibas).

Von aussen über den Südeingang, durch den tritt man heutzutage die Kirche ein, findet sich eine Gedenktafel, die als Erinnerung zur Vollendung des Rohbaues setzte hieher Abt Othmarus Zinke im Jahre 1715. Die Tür an der Westseite mit dem Gitter aus dem Jahre 1986 mit dem Motiv vom Kreuz des hl. Vaters Benedikt wird nur bei feierlichen Gelegenheiten geöffnet.

Unter der Orgelempore werden vier Bilder aufgehängt (hl. Peter, hl. Paul, hl. Johann der Evangelist und hl. Hieronymus).

Die Besichtigung des Kirchenschiffes beginnen wir an der Südseite und dann gehen wir in der Richtung nach Osten, zum Kirchenchor. Dominierende sind hier sechs Seitenaltäre mit den Bilder von Petr Brandl und mit den Holzstatuen von M. W. Jäckel.

1. Erster Altar auf der Südseite des Schiffes in der Richtung von der Eingang zum Kirchenchor wird dem hl. Othmarus, dem Abt des Klosters in Sankt Gallen (719—759) geweiht, und zwar auf den Wunsch des Abtes Othmarus Zinke, der in dieser Weise seinen Patron verehren wollte. Die Statuen bei Seiten des Altares stellen die hl. Alexius und hl. Bonifatius dar.

2. Zweiter Altar auf der Südseite des Schiffes wird dem hl. Benedikt geweiht. Die Statuen bei Seite des Altares stellen die hl. Placidus und hl. Maurus dar.

3. Driter Altar auf der Südseite des Schiffes verbergt die Reliquien von hl. Günther. Weil Günther nie kanonisiert wurde und der kirchlichen Vorschiften nach darf er deshalb keinen eigenen Altar haben, gibt im Verlängerugstück dieses Altares die Abbildung des Einsiedlers und späteren Abtes im Sazaver Kloster, hl. Prokop († 1053); der alten Tradition nach war er ursprünglich auch Mönch in Břevnov.

4. Im Vordergrund der Südseite des Chores, befindet sich der Marienaltar mit dem Gnadenbild der Gottesmutter mit dem Jesuskind (genannt Delitiae benedictinae /die benediktinische Wonne/). In der Mitte des Altares gibt das Marienbild; es geht um eine Kopie des Gemäldes, das ursprünglich das Haus von Familie Anizi verzierte (heute die Kirche S. Benedetto in Piscinula). Der Tradition nach hl. Benedikt stammte aus dieser Familie.

5. Auf der Südseite des Chores, rechts vom Hauptaltar befindet sich in der Wand der Grabstein des hl. Günther angesetzt. Die Kopie dieses Grabsteines ins Wandbild der illusiven Architektur eingesetzt kann man an der Aussenseite der Kirche sehen.

6. Der Hauptaltar in der Mitte des Kirchenchores wurde nach dem Entwurf von K. I. Dientzenhofer anfertigt. In der Nische gibt die Statue von hl. Margarethe. Im Verlängerugstück dieses Altares segnet Gottvater der heiligen Kirchenpatronin und über ihm schwebt die Taube des Heiligen Geistes.

7. Zum Chorgebet diente und auch heutzutage dient das Chorgestühle; vom Tischlermeister Johann Sichtmüller hergestellt.

8. Der neu Altar, der sich in der Mitte des Presbyteriums befindet, enthält eine Reliquie des hl. Adalbert (hinter die goldene Rosette). Es geht um das Werk von Karel Stádník (1993).

9. Über dem Eingang zur Sakristie sehen wir das verglastes und mit den Klosterwappen geziertes Oratorium. Weil kann man es treten nur aus der Klausur hineien, diente das Oratorium zum Beispiel den kranken Mönche, die wenigstens in dieser Weise konnten teil an der Liturgie nehmen. In der Barockzeit diente es auch als Gebetsraum für vornehmen Gäste.

10. Als kommen wir zurück aus dem Chorraum die Nordwand der Kirche entlang, sehen wir den Abtstuhl mit der Statue von hl. Adalbert obenan (sein Attribut ist das Ruder mit dem er von den heidnischen Preussen geschlagen wurde).

11. Die Nordwand der Kirche entlang setzen wir unseren Rundgang zurück zum Eintritsraum fort. Hinter dem Abtstuhl befindet sich der Altar mit der Abbildung der Szene Begegnung von hl. Adalbert mit dem Fürst Boleslav bei der Gründung des Klosters. In der oberen Partie des Bildes nimmt die Allerheiligste Dreifaltigkeit die Břevnover Mönche (vielleicht den Radla/Anastáz und den Radim/Gaudentius) aufs Himmel an.

12. Im Raum zwischen diesem und folendem Altar befindet sich die barocke Kanzel.

13. Der mittlere Altar an der Nordseite hängt durch seine Einweihung mit der Verehrung vom hl. Kreuz im Benediktinerorden zusammen (vgl. auch den Kreuz des hl. Vater Benedikt). Das Marienbild unter dem Kreuz mit dem Schwert des Schmerzens im ihrem Herzen war das Motiv, das eng mit der benediktinischen Frömmigkeit verwand war. Die Statuen: hl. Johannes der Evangelist und hl. Marie Magdalene.

14. Nach Betrachtung des letzten Bildes an der Nordseite des Schiffes (Böhmischer Landespatron hl. Wenzel; die Statue von hl. Scholastike an der linken Seite und von hl. Gertude von Helfta an der rechten Seite) befinden wir uns wieder im Eingangsraum unter die Orgelempore.

Nun gehen wir das Kirchenschiff in der Richtung zur Chorraum durch: diesmal benutzen wir den mittleren Weg zwischen der Kichenbänke. Dabei nehmen wir die gesamte architektonische und künstlerische Komposition des Kirchenraumes wahr. Mit Recht gehört diese Kirche zu den gelungensten Werke von beiden Prager Dientzenhofern.

Als im Ort der Scheide des Schiffes und des Chorraumes wenden wir die Aufmerksamkeit zur Gewölbung der Kirche, können wir beim Rückweg betrachten Deckengemälde im Chorraum und im Kirchenschiff sind Werke des Prager Malers Johann Jakob Steinfels.

1. Auf dem Chorgewölbe können wir die Apoteose von hl. Benedikt sehen. Auf die Verdienste des Ordens zeigen die Gestalten, die stellen verschiedene geistliche und auch weltliche Stände dar. Bei jeder Figur gibt die Nummer den Zahl von Heiligen von jedem dieser Ämter und Stände, die Mitglieder des Benediktinerorden waren, an.

2. Die Gemälde im Chor und die Gemälde in der Kirchenschiff werden getrennt vom gamalten Bogen mit dem Wappen des Abtes (ein Pfahl mit drei abgehauten kleineren Äste) und dem Wappen des Konventes (drei Rosen), sowie auch mit die Initialen des Abtes Othmar Zinke (O. A. B.) aus dem Jahre 1719.
Im Schiff auf den ganzen Flächen der vier Teilen der Gewölbe sehen wir die Szene, die verherrlichen die Heiligen, die Beziehung zum Kloster haben. In den gemalten Rahmen auf den Seitenteilen der Gewölbe gibt dann die Porträte von einigen böhmischen Fürsten und Könige.

3. Am ersten Feld des Deckengewölbe in der Richtung vom Chor zur Orgelempore sehen wir den hl. Adalbert, die Fünf heilige Brüder und auch die Břevnover heilige Ordensmäner Anastasius und Gaudentius.

4. Zwischen dem ersten und dem zweiten Feld befindet sich die Uhr, die grenzte den Mönchen die Zeit der Chorgebete ab. Die Uhr wird von den Bilder des Fürsten Boleslav II. und Břetislav I. begleitet.

5. Am zweiten Feld befinden sich die Gemälde mit dem Motiv der Verherrlichung des Kreuzes des hl. Vaters Benedikt. Das Kreuz wird hir von beiden ursprünglichen Klosterpatronen hl. Alexius und Bonifatius adoriert. Bei Seiten gibt die Bilder der Könige Přemysl Otakar I. und Johann von Luxemburg.

6. Am dritten Feld sehen wir die benediktinische Heilige: hl. Anastasius (der erste Erzbischof von Gran/Esztergom in Ungarn), Gaudentius (der spätere erste Erzbischof in Gnesen/Gniezdno in Polen), hl. Günther, hl. Prokop und den Mitgründer des Klosters hl. Adalbert. Bei Seiten in den Rahmen gibt die Herrscher Rudolph II. und Ferdinand II.

7. Auf dem Gemälde über die Orgelempore werden die böhmische Landespatronen ausgebildet: hl. Wenzel, hl. Adalbert, hl. Ludmila und hl. Sigismund; neben ihnen gibt hier die Bilder von den Päpste Johann XV. und Bonifatius IX.

8. Der Korpus der Orgel auf der Empore anfertigte nach dem Entwurf von K. I. Dientzenhofer der Tischlermeister Tobias Meysner aus Grossdorf/Velká Ves bei Braunau/Broumov. Die Statuen der Engel schaffte M. W. Jäckel. In den Jahren 2004—2007 wurden die Orgel renoviert und in Folge davon ist die Basilike, die primär zu Gottesdienste dient, auch ausgesuchter Ort von Orgelkonzerte geworden.

Die Krypta der romanischen Klosterkirche aus der Hälfte des 11. Jh.

Die Krypta, ein Begriff aus dem Griechischen, bezeichnet unterirdischen, versteckten Raum. Im Fall vom Břevnov geht es um eine liturgische Krypta. Sie wird charakterisiert als ein gewölbter gottendienstlicher Raum, ursprünglich auch Begräbnisraum, der meistens befindent sich im östlichen Schluss der Kirche; teilweise wird unter dem Niveau des umgebenden Terraines vertieft (halbsouterrainer Raum). Die liturgische Krypta verbindet man vor allem mit der romanischen Architektur, weil schon in der Epoche der Frühgotick war die Krypta aus dem Bauschema ausgeschlossen.

Nach den Hussitenkriege und nach den Bauaktivitäten der Zeit des Barocks ist aus der romanischen und gotischen Architektur des Břevnover Klosters nur wenig geblieben. Unsere Kenntnisse der mittelalterlichen Gestalt des Klosters hängt deshalb vor allem mit archäelogischen Funde zusammen. Die Ausgrabungen liefen im Areal des Klosters in einigen Etappen durch — am Ende von 50. Jahre des 20. Jh. und dann zwischen den Jahren 1965 und 1974. Nach Beendigug dieser Phase der archäologischen Erforschungen waren Teile der gefundenen Bauten im Souterrain des Presbyteriums der barocken St. Margarethenkirche zugänglich gemacht (1984—1986). Diese Erforschungen und auch nicht die folgende Ausgrabungen in den 90. Jahren von 20. Jh. konnten der stehenden Bauten wegen leider nicht systematisch auf die Reste der Bausubstanz auf den Schlüsselörter des klösterlichen Areales orientiert werden. Die Ausgrabungen folgten meistens nur die Richtungen der Rekonstruktionseingriffe und ihre unmittelbare Umgebung. Unsere Kenntnisse des mittelalterlichen Klosters bleiben so auch fernerhin nur partiell.

In Břevnov, gleich wie in anderen mittelalterlichen Klöster änderte sich kaum das Schema des mittelalterlichen Ausbau. Besonders offensichtlich äusserte sich diese Stabilität im Respekt gegenüber dem Raum der Klosterkirche. Die Kirche stellte für die Mitglieder des Konventes die Mitte ihres Lebens. Die Neubauten der Klösterkirchen enstanden so gewöhnlich an den Örter der älteren kirchlichen Bauten, in dennen die Mitglieder der älteren Komunitäten begraben wurden und wo auch die Reliquien von Heiligen und anderen bedeutenden Persönlichkeiten aufbewahrt wurden.

Auch in Břevnov unter den barocken Objekte wurden die Reste der älteren Bauten gefunden. In den Jahren 1964/1965 hat Vladimír Píša am Ort, der auf dem barocken Plan des Klosters ausgezeichnet wurde, die Fundamente des romanischen und gotischen Brunnenhauses gefunden. Ausserdem hat er aber auch die Gräber unter die Sakristei und vor allem die Mauer der romanischen Krypta gefunden. Die Krypta war ursprünglich Teil des gottesdienstlichen Raumes unter dem Mönchschor (Presbyterium) der damaligen Klosterkirche. Auf Grund der archäologischen Erfindungen kann man, obwohl nur hypothetisch, stellen den folgenden Übersicht fest.

Das urprimäre Holzprovisorium für die erste Kommunität, die Bischof Adalbert aus dem Aventiner Kloster mitgeführte, war bis Ende der Regierung des Abtes Meginhard (als Břevnover Abt regierte er in den Jahren 1035—1089) durch Steinbauten ersetzt. Damals die dreischiffige Kirche mit der Krypta an der Ostseite erbaut wurde. Über die Krypta erhebte sich der Chor (Presbyterium) an dem in der westlichen Richtung die Hauptkirchensschiff mit eine Vorhalle und wahrscheinlich mit zwei Türmen angeknüft wurde. In der Nachbarnschaft des Chores (unter dem befand sich die Krypta) existierten wahrscheinlich die kleinere Apsiden (ebenfalls auf der Ostseite) , die schliessten die südliche und die nördliche Seitenschiffe der Kirche ab.

Die Krypta als dreischiffiger Hallenraum mit der Apside an der Ostseite komponiert wurde. Man hat sie aus der kleinen schön bearbeiteten Plänerkalksteinquader gebaut.

Die Umfangsmauer wird durch die Halbsäule gegliedert; zusammen mit zwei Reihen von Säulen trug sie originär die niedrige Kreuzgewölbe.

Im Verlauf des Baues ist zur Änderung des Projektes gekommen: die Gewölbestirnen wurden um ungefähr ein Meter erhöht, was auf der Nordseitte der Krypta vor allem von der Anläufe der ursprünglich niedrigeren Gewölbegürtel sichtlich wird. Zugleich zugemauert wurden einige von Nischen, die die Innereseite der Umfangsmauer gliedern. Drei Fenster an der Südseite der Krypta schon mit Rücksicht auf das erhöhte Niveau der Gewälbe gebaut wurden; das Fenter das sich ganz an der Nordseite befindet, reicht aber nur zum Niveau der ursprünglich beabsichtigten Gewölbestirnen. Während der zweiten Bauphase waren auch die peripherische Tragelemente mit Kapitelle mit Deckplatten verschafft. Acht Säule — ein von ihnen, der rekonstruirt wurde, an dem ursprünglichen Ort steht — wurden je vier in zwei paralellen Reihen geordnet. Den originären Interieur der Krypta können wir uns stellen als der dreischiffiger Raum auf dem quadratischen Grundrisse vor, der am Osten mit eine Apside in Hufeisenform abgeschlossen wurde. Primär haben den Fussboden der Krypte die Steinplatten gedeckt. Ausser ihre Brüche werden am Fussboden sichtbar die ausgemauerte Abwässerungskanälche. Ursprünglich die Krypta zwei Eingänge hatte — den nördlichen und den südlichen; der Ort des nördlichen Einganges wird nun sichtbach in der Sonde in die Mauer der barocken Krypta.

Während der Überbau der Kirche in der Zeit der Gotik ist die Krypta schon überflussig geworden und deshalb ihre Disposition geändert wurde. Die Wand, die zusätzlich den Raum in zwei ungleich grosse Teile geteilt hatte, schloss ihren östlichen Teil und beendete ihre Ausnützung für die Liturgie. Seit dieser Änderung sind die Funktion und der Kontakt dieses Raumes mit anderen Bauten unklar geworden. Es ist möglich, dass seine Gewölbe abgerissen wurde und der östlicher Teil von Krypta im Rahmen dieser Umgestalltung verschüttet worden ist.

Der enge Raum der kleineren, westlichen Teiles der Krypta diente zu dieser Zeit vielleicht als Kommunikationweg, der verbindete den Konvent mit der neuen pentagonell abgeschlossenen Kapelle. Dieser sakraler Bau ersetzte die originäre Apside des südlichen Seitenschiffes und im Vergleich mit dem Fussboden der südlichen Seitenschiff markant tiefer gelegt war. Dieser baulich komplizierter Verbindungskorridor ging noch während des ersten Hälfte des 13. Jh. unter; seine neue Variante führte schon aus dem Niveau des Kirchenchores.

Der Neubau des Klosters im 18. Jh. änderte markant den Terrain des ganzen Areales — vor allem durch die Nivelisierung der Oberfläche der selben Baustelle. Die Barocke Bauten überdeckten definitiv in allen Teilen des Klosters die Reste der Objekte aus der Zeit vor der Hussitenkriege.

Die Informationen für die Besucher: die Krypta können Sie selbständig besichtigen nach der folgenden Beschreibung und nach dem Plan.

In die Krypta der romanischen Kirche kann man treten durch die kleine Tür von aussen hinein; diese Tür befindet sich hinter der Apside der heutigen barocken Kirche. Gerade unter den Treppenstufen öffnet sich der Blick auf die Nordseite der Unterkirche, sowie auf die Nordapside (Schluss des Seitenschiffes) der romanischen Basilike.

Die Reste des ursprünglichen Terrains zeigen, dass die Fenster der Krypta waren dicht über dem Terrainniveau angesetzt und dass der Innenraum durch das Tageslicht erleuchtet wurde. Diese Feststellung beweist auch der unterschiedliche Charakter der Mauer: die Mauerfundamente werden ohne Bemühung um eine genaue Legung von einzelnen Steine geschafft, während die überirdische Teile der Mauer wird aus sorgfältig bearbeiteten und genau angesetzten Pläuerkalksteinquadern erbaut.

Aus dem Steg, den können wir die Treppenstufe links treten, sieht man einen weiteren Teil der Krypta — die grössere Fenster aus der jüngeren Bauphase sowie den Interieur der Krypta. Auf der andere Seite (Südseite) dieser Aussichtsterasse sieht man hier die Ziegelmauer der Fundamente des Hauptaltares der barocken Dientzenhofers Kirche.

Nachdem sind wir die Treppenstufe wieder in den Gang hinuntergestiegen, setzen wir unsere Besichtigung durch den Durchgang fort, der durch die Mauer der Nordapside der romanischen Kirche für die heutige Besucher ausgebracht worden war. Die romanische Mauer wird sichtbar nur von der äusseren Seite, weil ihre Innenseite von jüngeren Mauern ausgefüllt wurde.

Weiter im Gang rechts können wir mit dem neu durchgeschlagenen Durchgang treten ins ein Kellerchen ein, dessen Nordseite an den mittelalterlichen Keller des Konventes angeknüfft wird. Die Mauer, die befinden sich hier, in der Zeit des Barocks renoviert wurden. Im Untergrund sehen wir die Grübchen nach den Grundpfähle, die den ursprünglich sumpfinges und unebenes Terrain befestigten.

Die Besichtigung wird durch die barocke Krypta der St. Margarethenkirche fortgesetzt. Die Ziegelmauer dieses Raumes gehört zum Dientzenhofers Bau; dabei aber auch die ältere, meistens Steinmauer aus vorherigen Bauphasen genutzt wurden. Der Eingang in die Krypta aus dem Raum der Kirche wird von der grossen Steinplatte bedeckt, die sich am Fussboden zwischen ersten Reihen der Kirchenbänke befindet; beim Blick von unten werden die Ziegeltreppen und auch die Grabkammer auf seine Südseite durch Glaswandtafeln verhüllt.

Durch den neugebrochenen Durchgang im frühgotischen Mauer können wir treten in den östlichen, originären, Teil der romanischen Krypta ein.

Die Prälatur,

früher der repräsentative Sitz des Abtes, stellt jetzt einen weiteren zugänglichen Teil des Klosters während der verschiedenen gesellschaftlichen und kulturelen Aktionen und auch bei den Besichtigungen dar.

Auf diesen Teil des Klosters beziehen sich zwei Beschränkungen:

— die Nutzräume (technisches Hinterland der Gebäude) im Erdgeschoss werden für die Besucher geschlossen
— den Besichtigungskreis im erstem Stock darf man gehen nur mit dem Führer durch, selbstständige Besichtigunge werden hier nicht gestattet.

Die Gebäude der Prälatur, gleich wie des Konventes, haben in den Jahren 1709—1722 Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer gebaut.

In der Zeit des kommunistischen Regims erlitt wesentlicher Teil des Inventars Schaden oder entwendet wurde. Abgenutzt wurden auch einige originäre Fresken und Fussböden (Holzparketten) und auch die Dislocation von gebliebenen Austattung wiederholt geändert wurde.

Der Eingang zum Treppenhaus wird ausgestattet von geziertem Gitter aus dem Jahre 1743 von Petr Josef Heyen ausgestattet. Dieser erstklassiger und hochbegabter Schmied und Schlösser in Kladno tätig war und für Břevnov die Mehrheit von Schmiedearbeiten geliefert hatte.

Auf der Wand von Treppenabsätze gibt zwei Bilder von Jan Peter Molitor, die gehören zur Serie der Ölbilder von sechs Patronen und Wohltäter des Břevnover Klosters. Sie stellen in der barocken Fassung die beide Mitgründer des Klosters den Fürsten Boleslav II. und den Bischof hl. Adalbert dar.

Die andere Bilder dieser Serie — die stellen den ersten Abt in Břevnov Anastáz (Radla/Astrik), den Einsiedler hl. Günther, den Sazawer Abt Prokop und die Patronin des Kloster hl. Margarethe dar — werden im Kreuzgang im ersten Stock angehängt.

Die Gewölbe des Kreuzganges wird von acht Deckengemälde von J. K. Kovář (1739) mit Motiven aus der Geschichte des Klosters verziert:

Im südwestlichen Ecke des Kreuzganges wird die Herstellung der gotischen St. Margarethenkirche nach dem Schlacht am Weissen Berg dargestellt.
 

Auf den anderen Gemälde der Reihe nach sehen wir:

— Hl. Hedwige nach dem Schlacht mit Tataren bei Liegnitz/Legnica im Jahre 1241, in dem ihr Sohn, der Fürst Henryk II. aus dem Herrscherhaus der Piasten, ist gefallen
— Erbauung des Kloster Wahlstadt/Legnickie Pole durch hl. Hedwige
— Erbauung des Klosters in Braunau/Broumov
— Gründung der Probstei (des filialen Klosters) in Police nad Metují im Jahre 1216
— Gründung der Probstei in Rajhrad/Raigern am Mähren mit Gestallten des Fürsten Břetislav I. und des Abtes Meginhard.


Der erste Saal auf der südlichen Seite der Prälatur diente als Speisesaal des Abtes.
Den Kredenz mit Intarzien nach dem Entwurf von K. I. Dientzenhofer hat J. I. Dobner angefertigt.
Heutzutage dient der Raum als die Gemäldegalerie und der Vortragssaal.
Auf den Mauern hängen die Bilder:
— Der Bau des Turmes von Babel
— Das Reiterscharmützel
— Die Marienskrönung
— Fragment eines Epitafes mit dem Gestallt des Auferstandenen Christus
— Hl. Apollonia, König David, Christus als Schmerzesman
— Hl. Familie
— Hl. Johannes der Baptist und hl. Hieronymus

Die Bilder gehören zu den Kunstsammlungen des Klosters, ihre originäre Bestimmung aber unterschiedlich war.

Der zweite Sall auf der Südseite der Prälatur diente als Empfangssaal des Abtes. Auf der Wände gibt die Fresken von Anton Tuwora aus dem Jahre 1783 mit Motiven der fiktiven italienischen Landschaften.
Deckenfresko von J. K. Kovář stellt den Wunder des Meissner Bischofs hl. Benno dar († 1088; kanonisiert wurde er im Jahre 1523). Eigentlich geht es um eine Apoteose des Abtes Benno Löbl. Im Hintergrund sehen wir das Glashaus (Orangerie) im Břevnover Klostergarten.

Die Gewölbe auf dem Gang vor diesem Saal wird mit Deckenfresko von J. K. Kovář mit dem Motiv der Erstürmung des Břevnover Klosters durch die Hussiten im Jahre 1420 geziert. Auf der Wand hängt das Bild mit hl. Marie Magdalene. Es geht um Tafelbild aus dem Beginn von 17. Jh.
 

Der nächste Saal an der Besichtigungstrasse wird nach dem Wandekor, der hier gibt und der im ersten Drittel des 19. Jh. von Erfindungen der antiken Gemälde beeinflusst wurde, Pompejanischer genannt; die Gemälde mit diesem Dekor während der Ausgrabungen in Pompei und Herculanum entdeckt wurden.
Das Deckenfreskobild von J. K. Kovář stellt die Herstellung des Klosters in Sankt Gallen in der Schweiz unter dem Abt hl. Othmar dar.
Der Holzfussboden ist originär aus den zwanzigen Jahren des 18. Jh.

Es folgen die Räume der ehemaligen Wohnung des Abtes. Es ist nicht ganz sicher, in welcher Weise wurden die einzelne Zimmer von verschiedenen Äbte benutzt.

Die Räumlichkeit in der Ecke diente primär als Arbeitszimmer des Abtes. Bei der Erforschungsarbeiten der Restauratorem im Jahre 1992 wurde auf eine der Wand zwei Schichten der Gemälde mit illusiven gemalten Ältere entdeckt. Eine der beiden Schichten wurde auf die Wand gegenüber übertragen. Das Deckengemälde mit dem Engel und mit dem Gottesauge war im Jahre 1939 von Maler František Tichý renoviert.
Dem Raum dominiert die Uhr mit der Intarzie, die von dem Tischlermeister J. Sichtmüller nach dem Entwurf von K. I. Dientzenhofer anfertigt wurde; die Uhrmechanik kommt aus England und wird von William Barrow signiert. Derselbe Tischlermeister hat auch das Kniebank und den Geheimschränk hergestellt.

Weiter folgt der Raum des Schlafszimmers und der Garderobe des Abtes.

In der Prälatur befand sich auch die äbtliche Privatkapelle. Ihre Wände werden mit Gemälde mit illusiven Architektur und allegorischen Gestallten von Glauben, Ewigkeit und Kirche dekoriert.
Auf dem Gewälbe der Kapelle hat J. K. Kovář um das Jahre 1740 das Fresko mit dem Motiv der Begegnung des Fürsten Oldřich mit dem Gründer des Sázavaklosters Einsiedler Prokop gemalt.
Auf dem Wand die Tür gegenüber hängt das Bild mit dem hl. Johann von Nepomuk beim Gebet (aus dem Jahre 1747) von F. A. Scheffler.

Nachdem verliessen wir die private Räume des Abtes, setzen wir zum Theresiensaal fort. In den Saal tritt man aus diese Seite durch den Gang mit die Deckenfreske von J. K. Kovář mit dem Motiv der Legende der Gründung des Břevnover Klosters hinein; mehr zu diese Legende siehe den Gartenpavillon Vojtěška.

Theresiensaal oder Asamssaal ist ohne Zweifel der repräsentativste Raum der Prälatur.

Die Benennung »Theresiensaal« bekam dieser Raum im Jahre 1743 zum Andenken an die Krönung der bedeutenden habsburgischen Herrscherin Maria Theresia zur böhmischen Königin. Bei diesem Anlass hat sie zugleich die Klosterprivilegien bestätigt.

An die Stirnseiten werden die monumentale Porträtsbilder angehängt. Auf dem einem sehen wir die Kaiserin mit ihrem Sohn dem späterem Kaiser Joseph II. und auf dem anderen ihren Gemahl den Kaiser Franz Stephan von Lothringen. Die Bilder sind Werke des Wiener Malers Gottfried Auerbach († 1753). Über ihnen befinden sich ihre Wappen.
Über die Tür in den Saal können wir auch die Porträte von anderen habsburgischen Herrscher sehen: Ferdinand III., Leopold I., Joseph I. und Karl VI.

Die ganze Decke des Saales wird mit dem Gemälde des berühmten bayerischen Malers Cosmas Damian Asam bedeckt. Es stellt die Szene mit dem Wunder des Einsiedlers Günther auf dem Hof des ersten ungarischen Königs hl Stephan dar. Nach dem Maler wird der Raum auch »Asamsaal« genannt. Den Stukaturrahemn hat Egid Quirin Asam, Bruder von Cosmas Damina, angefertigt.
Günther bei seinem Besuch von Ungarn wurde von seinem Verwandten König hl. Stephan und seiner Gemahlin Gisele zum Gastmahl eingeladet. Es war aber gerade der Fastentag. Der heilige Man hat sich eifrig gebetet, um nicht die Fastenordnung zu stören und zugleich nicht den König zu beleidigen. Erhört wurde er in der Weise, wie das Bild zeigt: der gebratener Pfau ist lebendig aus dem Teller abgeflogen.


In den Theresiensaal kann man treten auch aus der Nordteil der Prälatur ein. Der Gang entlang des Nordflügels des Kreuzganges befinden sich wieder andere äbtliche Räume; auch dessen Nutzen änderte sich mit der Zeit.

Der erste Raum nördlich von dem Theresiensaal wird Blauer Salon benant, und zwar nach die Farbtöne, die auf den Wandgemälde mit den architektonischen Motiven von Anton Tuwora dominieren. Die Heizung des Raumes besorgte früher der schöne Ofen aus dem gebrannten Lehm. Dieser Ofen, der mit goldenen Ornamenten mit Musikalembleme geziert wird, hat der Ofensetzer Václav Sommerschuh aus Kladno anfertigt. Die grosse Porträte, die befinden sich hier, stellen auf der Stirnseiten die bedeutende Břevnover Äbte Thomas Sartorius und Othmar Zinke dar. Zwischen ihnen wird das Bild des Probstes von Raigern/Rajhrad Matthäus Ferdinand Sobek von Bilenberg angehängt, der ist erster Bischof in Königsgrätz/Hradec Králové geworden; danach hat er noch den Post von Prager Erzbischof erreicht.

Aus den Fenster des Salons kann man ganz gut die Klosterteiche sehen und zugleich auch die Plattenhäuser aus dem Beginn der 80. Jahre des 20. Jh. hinter ihnen, die das ursprüngliche Dorf des Klosters Namens Břevnov ersetzten.

Es folgt sogenannter Chinesischer Salon, der mit Gemälde mit Motiven der chinesischen Landschaft im Jahre 1787 von Anton Tuwora ausgemalt wurde.
Von Fenster dieses Raumes auf der Nordseite kann man einen Teil der Klosterterassengarten mit der neu rekonstruirten Orangerie sehen.

In der nächsten Räumlichkeit des Besichtigungskreis wird sehenswert die Kollektion der schwarz-weissen Photos von Jindřich Štreit. Sie dokumentiert das Leben in der erneuerten Břevnover Kommunität am Beginn der 90. Jahre des 20. Jh. Die Bilder kommen aus den Jahren 1990—1994; damals die Ordensmäner lebten im sogenannten Sartorius Konvent (heutzutage Hotel Adalbert).

Als gehen wir durch den Kreuzgang an der Nordseite der Prälatur der führt die äbtliche Räume entlang, können wir den nächsten Teil der Porträtsgalerie der Břevnover Äbte (series abbatum) anzuschauen; diese Bilder stellen eigentlich das Merkmal der Altertümlichkeit und Kontinuität des Klosters dar.

Der Konvent mit der Klausur

(Wohnsitz der Ordensbrüder) wird der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Der Klostergarten

Die Westseite der Kirche entlang und weiter auf dem Weg durch den Garten kommen wir über die Quelle des Baches Brusnice zum Gartenhaus »Vojtěška«. Der Legende nach befinden wir uns hier am Ort der Begegnung von hl. Adalbert mit dem Fürst Boleslav II. Diese Begegnung sollte zum Entscheidung der Klostergründung geführt haben. Durch seine Imaginativität entbehrt die Legende nicht die Anmut. Beide Mitgründer hatten nämlich den gleichen Traum gehabt, in dem sie angerufen wurden an diesem Ort, der nicht weit von Prag war, das Benediktinerkloster zu gründen. Beide haben dem Aufruf gefolgt und begegneten sich am Ort, der ihnen im Traum verkündigt wurde. Bei der Quelle sahen sie einen Hirsch, der das Wasser trinken wollte, aber ein Balken (auf tschechisch břevno) mit Reste von drei abgehauten Zweige im Wasser hinderte im drin. Hl. Adalbert hat dann diesen Balken aus dem Wasser ausgenommen, das Wasser floss wieder und der Hirsch konnte seinen Durst stillen. Der abgeästeter Balken mit Reste von drei Zweige ist deshalb später ins Klosterwappen gekommen.

Dieses (legendäres) Ereignis stellte der Bildhauer Josef Klein über die Quelle im Jahre 1749/50 in der Form der Holzstatuengruppe von hl. Adalbert und Fürsten Boleslav dar. Weil im Jahre 1967 hatten die Statuen wesentliche und unverbesserliche Schaden erlitten, kennen wir den Original leider nur aus historischen Lichtbilder.

Wahrscheinlich unter dem Abt Bavor wurde über die Quelle ein Pavillon erbaut. Über den mittelalterlichen Bau hat in den Jahren 1724—1726 K. I. Dientzenhofer das einstöckige Gartenhaus gebaut.

Dieser Baumeister war auch Autor des Terassengartens, die allmählich seit dem Jahre 1718 entstanden; ihre definitive Gestalt kommt aus den Jahren 1737—1738.
Ungefähr in diesem Stand, nur mit einigen Teiländerungen, ist der Garten bis zweiten Hälfte des 20. Jh. erhalten geblieben.
Nach Vertreibung der Benediktiner durch Kommunisten im Jahre 1950 ist dann zu seine allmähliche Devastation gekommen, sowie auch der anderen architektonischen Objekte sich im Garten befindenden.

Nach dem Rückkehr der Benediktiner ist es gelungen zum Anlass des Klostermileniums — mit Unterstützung des Staates sowie auch der ausländischen Klöster — nicht nur die Kirche, die Gebäude des Konventes und der Prälatur zu renovieren, sondern auch den Pavillon Vojtěška, der als Pfarrzentrum dient, die unterirdische Wasserstollen und die Friedhofskapelle von hl. Lazarus.
In den Jahren 2009—2012 die umfangreiche Renovierung des Gartens realisiert wurde. In Rahmen dieser Aktivitäten arbeitete man an der Revitalisierung des oberen Baumgarten, an der Herstellung von einigen Umfassungsmauer und Eingangstore, an der Renovierung der St. Josephskapelle im Garten, (auf dem Bild sieht man diese Kapelle rechts bei der Umfassungsmauer), an der Herrichtung des Platzes vor der westlichen Fassade der Kirche mit der Statue von hl. Johann Nepomuk, an dem Ausbau von Ingenieurnetze und von Bewasserungssysteme, sowie auch an der Rekonstruktion der Orangerie, dessen Teil heute als Austellungsraum dient für die Austellungen der beginnenden Künstler.

In der Nähe des Klosters befinden sich auch weitere Objekte, die ursprünglich ihm angehörten — der Friedhof und das Objekt der ehemaligen Windmühle (aus dem Jahre 1722). Ein Teil dieser Mühle wurde im Jahre 1990 als Wohnungen übergebaut, später diente er gemeinsam mit in der Nachbarnschaft liegenden Neubauten als Studentenwohnheim. Heutzutage befindet sich das Objekt im Privatbesitz; es gibt hier ein Pension mit dem Gaststätte.

Der Friedhof und die Mühle (die »Větrník« heisst) sind nicht mehr Bestandteil des Klosterareals und deshalb gehören sie auch nicht zur Besichtigungstrasse.